



Laut Mitteilung des Innenministeriums des Landes Mecklenburg-Vorpommern wurden in der Hundehalterverordnung des Landes alle Molosserrassen von der Kennzeichnung als gefährliche Hunderassen gestrichen. Damit entfallen für diese Rassen die sogenannten Kampfhundesteuern und die Pflicht zu Wesens- bzw. Sachkundeprüfungen. |
Hundehalterverordnung Mecklenburg-Vorpommern
Der VDH Landesvorstand überreichte dem Innenministerium schon im Vorfeld eine Reihe von Vorschlägen und den dringenden Appell die Gefährlichkeit von Hunden nicht an willkürlich ausgewählten Rassen festzumachen.
Was zeigt die Praxis: Als erstes galt es, dass alle Halter der auf der Liste stehenden Rassen und deren Mischlinge, ihren Ordnungsämtern den Besitz bis zum 31.08.2000 mitteilen. Das erfolgte von den verantwortungsvollen Besitzern termingerecht. Eine Kontrolle hierzu erfolgte nur teilweise. Zweitens galt es für die Wesensteste und Sachkundeprüfungen Prüfungsausschüsse zu bilden. Hier gab es ein unterschiedliches Herangehen wie auch bei der Durchführung der einzelnen Prüfungen. Drittens gab es Empfehlungen für die Gebühren. Mit der Praxis, dass für den Wesenstest eine Gebühr von 250,- bis 600,- EUR gefordert wird und trotz bestandener Prüfung nach wie vor die " Kampfhundesteuer" zu entrichten ist, Maulkorb und Leinenzwang bestehen bleibt, verstoßen viele Kreise, Gemeinden und Städte unter anderem auch gegen die Hundehalterordnung des Landes. Viertens ging es darum die Feststellung zu treffen, welcher Hund ist ein Mischling der auf der Liste stehenden Rassen. Hier war man zumeist darauf angewiesen, dass die Halter der Hunde selbst ihre Hunde dafür hielten.
Was sind die Ergebnisse: In einer Vielzahl, aber längst nicht allen Städten und Gemeinden wurden und werden Sachkundeprüfungen und Wesensteste entsprechend dem Modell Niedersachsen durchgeführt. Die Prüfungen ergaben eindeutig, dass in den gekennzeichneten Rassen keinerlei gehäufte Aggressivität feststellbar ist, sondern fast alle Hunde dieser Rassen und deren Mischlinge absolut gutartig sind. Dabei ist das Verhalten gegenüber Menschen als ausgeprägt sozialisiert zu kennzeichnen. In den Tierheimen befinden sich viele Hunde dieser Rassen und deren Mischlinge, die obwohl zumeist gutartig, keine neuen Besitzer finden, weil Kosten für Wesenstest, " Kampfhundesteuer" und öffentliche Beschimpfung und Bedrohung der Halter fast alle Interessenten abschreckt.
Unsere Vorhaben: Der VDH Landesverband wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, dass allen Hundefreunden, gleich ob mit Mischling oder Rassehund, mit oder ohne Mitgliedschaft in einem VDH Verein, die Möglichkeit gegeben wird, ihre Hunde im Rahmen von Erziehungs- und Ausbildungskursen auf unseren Plätzen zu sozialisieren.
Unsere Erwartung an die Landesregierung sowie Kreis-, Stadt-, und Gemeindevertretungen: Nehmen Sie eine Zwischenwertung der Umsetzung der HHO vor und laden Sie
E. Köpcke |